Punktspiel mit Moritz Fürste | hvv switch

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Lesedauer 3 Min.

An der Hallerstraße mit Moritz Fürste

Über 130 hvv switch Punkte gibt es in Hamburg. Mit manchen hat man seine ganz eigene Geschichte. Wir treffen spannende Menschen unserer Stadt – an Stationen, die sie häufig nutzen. Dieses Mal: Moritz Fürste, Olympiasieger im Hockey und Gründer der Fitness-Wettkämpfe Hyrox.

Wenn es um Hockey in Deutschland geht, kommt man an Moritz Fürste nicht vorbei: Mit dem deutschen Team holte er zweimal Olympisches Gold – 2008 in Peking sowie 2012 in London. Dazu 2016 Bronze in Rio. Außerdem gewann er mehrere Welt- und Europameister-Titel im Feld- und Hallenhockey.

Doch der Hamburger ist mehr als nur Spitzensportler: Mit seinem Unternehmen Hyrox veranstaltet er seit 2017 Sportevents – und die sind zum Hype geworden, weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. „Hyrox Championships” gibt es in Sydney und New York genau wie in Taipeh und Dubai. Bei den Events kommen Menschen zu Tausenden in Hallen zusammen, um Gewichte zu schieben, an Geräten zu rudern, zu laufen, ihre Kräfte zu messen. Mittlerweile wurden sogar schon zwei Weltmeisterschaften ausgerichtet. Eine davon in Las Vegas, wo die angereisten Athlet*innen ein komplettes Casino Hotel belegten. „Eigentlich sind alle Events ähnlich: eine große Halle, dann 2.000 bis 12.000 Menschen. Aber das war schon etwas Besonderes – nur fünf Jahre nach Gründung von Hyrox so viele Menschen aus aller Welt an einem Ort zusammenzubringen“, sagt Mo. Was in Hamburg anfing, ist heute eine internationale Bewegung.

Wir treffen Mo Fürste am hvv switch Punkt Hallerstraße. Der Wind macht die Februarluft noch kälter als sie ist, und vom Himmel nieselt der Regen in Tröpfchen. Mo kommt mit weißer Olympia-Mütze auf dem Kopf und Coffee-to-go in der Hand.

Mo, du wohnst eigentlich in Hummelsbüttel. Warum treffen wir uns hier?

Für mich ist die Hallerstraße ein wichtiger Ort, gerade in Bezug auf Mobilität. Ich bin nach der Schule nach Rotherbaum gezogen, in meine erste eigene Wohnung. Bis dahin gab es für mich eigentlich nur ein Fortbewegungsmittel: das Fahrrad. Mit meinem Bruder bin ich fast jeden Tag zur Schule und zum Training gefahren, insgesamt waren es 26 Kilometer. Mit dem Umzug in die Stadt änderte sich das komplett: Ich kam in meine „Bahn-Phase“ und bin nur noch mit Öffis gefahren. Meine Wohnung war direkt an der U-Bahn-Station und meine Agentur nur zwei Stationen entfernt. Ich habe meine Wohnung verlassen, mir einen Kaffee bei Swedish Cream geholt, und so ging der Tag los.

Zwei Stationen hätte man ja auch mit dem Rad fahren können – warum hast du geswitcht?

Wahrscheinlich, weil der Komfort, mit Sack und Pack in die Bahn zu steigen und dann eben nicht verschwitzt und nassgeregnet anzukommen, einfach zu groß ist. Wenn ich darüber nachdenke: Ich bin, glaube ich, wirklich nicht ein einziges Mal mit dem Fahrrad ins Büro gefahren…

Und heute?

Hole ich mir immer noch oft einen Kaffee hier morgens – auch wenn das eigentlich ein totaler Umweg ist, denn ich fahre mit dem Auto von Hummelsbüttel ins Büro nach Ottensen… Aber der morgendliche Kaffee hier ist seit 15 Jahren Tradition.

Und den Weg machst du mit dem ÖPNV?

Nein. Mittlerweile habe ich Kinder und bin nun in der „Auto-Phase“ (lacht). Wenn ich nicht unterwegs bin, startet mein Tag unter der Woche mit dem Schulweg meiner Töchter: Sie fahren Fahrrad, ich jogge nebenher. Danach setze ich mich ins Auto und fahre zwölf Kilometer ins Office nach Ottensen. Das dauert zwar mit dem Berufsverkehr teilweise echt lang, macht mir aber nichts: Auf der Fahrt höre ich entspannt Podcasts.

Welche?

Viele Sport-Podcasts aus den USA, unter anderem zwei NFL-Podcasts über American Football – das ist aber etwas saisonabhängig. Gerade jetzt, zum Superbowl. Ich höre aber auch den deutschen NFL-Podcast, SWR2 Wissen und sonst ziemlich querbeet.

Wie oft nutzt du Carsharing?

Vielleicht ein- bis zweimal im Monat, wenn ich in der Stadt unterwegs bin – dann oft in Kombination mit der Bahn. Super praktisch fand ich das immer für den Weg zum Flughafen, aber wir leben jetzt eben in Hummelsbüttel und damit leider außerhalb des Geschäftsgebietes für Carsharing. Kennen- und schätzen gelernt habe ich Carsharing beim Reisen. Meine erste Fahrt war vor vielen Jahren in München – und wenn ich dort bin, nutze ich es auch immer noch regelmäßig. Übrigens bin ich auch E-Scooter-Fan – von Anfang an. Bei uns sind es zwei Kilometer bis zur nächsten S-Bahn-Haltestelle, das ist mir zu Fuß zu anstrengend…

Früher warst du als Hockeyspieler viel unterwegs in der Welt. Mit Hyrox habt ihr mittlerweile über 60 Events im Jahr. Bei wie vielen bist du selbst dabei?

Ich würde sagen, so 15 im Jahr, zum Glück haben wir in den verschiedenen Märkten mittlerweile gute Teams.

Ihr veranstaltet Wettkämpfe, auf denen Kraft- mit Ausdauersport kombiniert wird. Wir kamt ihr darauf?

Mein Gründungspartner, Christian, hat früh erkannt, dass es in der Welt des Sports eine Lücke gibt: Running und Fitness in Wettkämpfen zu kombinieren. Nur laufen oder nur pumpen – das ist wahnsinnig ungesund, das weiß heute jeder. Aber es gab keinen Wettkampfsport, der beides verbunden hat. Und so ging das los.

Wie erklärst du diesen schnellen Erfolg?

Wir hatten Recht mit unserer These. Das sieht man auch daran, dass wir heute nicht wahnsinnig viel Geld für Marketing ausgeben müssen. 2023 hatten wir 45.000 Teilnehmer, 2024 werden es global 240.000 sein und 2025 rechnen wir mit über 400.000. Das Schöne ist: Wir verkaufen ein Produkt, das süchtig macht – wer einmal mitmacht, kommt wieder. Und das ist auch noch gesund, denn wir motivieren Menschen zum Sport. Nicht nur an diesem Event-Tag, sondern über das ganze Jahr, denn man muss im Vorfeld viel trainieren.

Stichwort nachhaltig: Ist dir Nachhaltigkeit auch bei Mobilität wichtig?

Für unsere Firma ist das ein großes Thema. Für die Events fahren wir Equipment auf neun Trucks durch ganz Europa. Wenn es nach Asien geht, kommt alles aufs Schiff. Hier schauen wir in den jeweiligen Abteilungen, wie man das alles noch nachhaltig optimieren kann. Privat kann ich mir Nachhaltigkeit beim Reisen zeitlich nicht erlauben… Das heißt: Ich will es mir nicht erlauben – da muss man ja auch ehrlich sein. Ich will so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie verbringen. Also fliege ich lieber nach München, als mich sechs Stunden in den Zug zu setzen und bin abends wieder bei meinen beiden Töchtern und meiner Frau.

Gibt es in Hamburg einen Ort, den du besonders gerne magst?

Mein Zuhause! Dann den Uhlenhorster Hockey-Club, in dem ich mein ganzes Leben aktiv war. Ehrlicherweise bin ich aber auch gerne im Büro.

Und ein öffentlicher Ort? Irgendein Park, See, sowas?

Wenn ich den verrate, gehen ja alle hin!

Hockeyspieler und Olympiasieger Moritz Fürste


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